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Ratgeber

Rückenschonend helfen: Tipps für pflegende Angehörige

Wer täglich hilft, hebt und stützt, belastet den eigenen Rücken. Wie Sie sich schützen: mit Grundregeln, passenden Hilfsmitteln und kostenlosen Pflegekursen.

Stand: 29. September 2026

Illustration: Rückenkissen, ausgeglichene Waage und Pfeile
Das Wichtigste in Kürze
  • Nah am Körper arbeiten, aus den Beinen heben, nicht verdrehen.
  • Hilfsmittel nutzen statt heben.
  • Pflegekurse der Pflegekasse sind kostenlos.
  • Pflegende Angehörige sind bei der Pflege gesetzlich unfallversichert.

Heben, Stützen und Umlagern belasten den Rücken. Wer Bewegungen führt, statt Gewicht zu heben, und Hilfsmittel einsetzt, entlastet den eigenen Rücken.

Die Grundregeln

  • Arbeiten Sie so nah wie möglich am Körper der Person.
  • Gehen Sie in die Knie und halten Sie den Rücken gerade.
  • Drehen Sie sich mit den Füßen, nicht aus der Wirbelsäule.
  • Passen Sie die Arbeitshöhe an. Ein höhenverstellbares Pflegebett oder der Sitzlift des Elektrorollstuhls ersparen das Bücken.
  • Nutzen Sie die Bewegungen, die die Person selbst noch machen kann, und sprechen Sie jeden Schritt vorher an.

Hilfsmittel statt Muskelkraft

Rutschbretter, Gleitmatten, Drehscheiben und Lifter nehmen Ihnen schwere Arbeit ab. Mehr in Sicherer Transfer. Eine Begleitersteuerung erspart das Schieben des schweren Elektrorollstuhls.

Pflegekurse

Die Pflegekassen bieten kostenlose Pflegekurse für Angehörige an, auf Wunsch auch als Schulung zu Hause (§ 45 SGB XI). Dort lernen Sie, wie Sie Bewegungen schonend begleiten. Manche Kurse vermitteln Kinästhetik: Die Person verlagert ihr Gewicht selbst, und die helfende Person führt, statt zu heben. Ein Beispiel steht in Sicherer Transfer.

Gesetzlich unfallversichert

Wer einen Menschen ab Pflegegrad 2 nicht erwerbsmäßig zu Hause pflegt, mindestens zehn Stunden in der Woche an mindestens zwei Tagen, ist bei der Pflege gesetzlich unfallversichert (§ 2 Abs. 1 Nr. 17 SGB VII). Melden Sie einen Unfall bei der Pflege der zuständigen Unfallkasse.

Auf sich achten

Lassen Sie anhaltende Rückenschmerzen ärztlich abklären. Welche Entlastungsangebote es gibt, lesen Sie in Entlastung für pflegende Angehörige.

Häufige Fragen

Stand: 29. September 2026 · REHAMED Redaktion.

Hinweis

Dieser Beitrag informiert allgemein. Medizinische Beratung und Rechtsberatung können wir nicht geben. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit hilft Ihre Arztpraxis, bei Rechtsfragen eine Anwaltskanzlei oder ein Sozialverband.

Wir beraten kostenlos zur Versorgung mit unseren Produkten, nicht zu den Themen der Beiträge.