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Ratgeber

ALS: vorausschauend versorgen

Bei ALS kann die Kraft schneller nachlassen, als ein Antrag bearbeitet wird. Warum die Hilfsmittelversorgung vorausschauend geplant wird und worauf es bei Rollstuhl, Sitz und Steuerung ankommt.

Stand: 29. September 2026

Illustration: Kalender mit Pfeil nach vorn, Checkliste und Kompass
Das Wichtigste in Kürze
  • ALS verläuft fortschreitend, das Tempo ist von Mensch zu Mensch verschieden.
  • Zwischen Veranlassung und Lieferung eines Elektrorollstuhls lagen in vier deutschen ALS-Zentren 129 Tage.
  • Rollstuhl und Steuerung sollten sich an spätere Bedürfnisse anpassen lassen.
  • Spezialisierte ALS-Ambulanzen koordinieren die Versorgung.

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine Erkrankung, bei der die Nervenzellen, die die Muskeln steuern, nach und nach ihre Funktion verlieren. Die Kraft in Armen, Beinen und Nacken lässt nach, ebenso beim Sprechen, Schlucken und Atmen. Wie schnell das geschieht und in welcher Reihenfolge, ist von Mensch zu Mensch verschieden.

Warum Zeit so wichtig ist

Hilfsmittel müssen beantragt, genehmigt, bestellt und angepasst werden. Ausgewertet wurde das für 1.479 Menschen mit ALS in vier deutschen ALS-Zentren (Berlin, Bochum, Hannover und Jena): Zwischen der ärztlichen Veranlassung und der Lieferung eines Elektrorollstuhls lagen 129 Tage. In dieser Zeit kann die Kraft weiter nachlassen. Deshalb wird die Versorgung vorausschauend geplant.

Einen Rollstuhl wählen, der mitgeht

  • Heute reicht vielleicht ein Joystick, später braucht es einen Sonderjoystick oder eine Kinn- oder Kopfsteuerung. Ein Steuerungssystem, das Erweiterungen zulässt, spart später Zeit.
  • Kantelung, Rückenwinkel und Beinstützen ermöglichen Positionswechsel, wenn die eigene Kraft nachlässt.
  • Eine anpassbare Kopfstütze gibt Halt, wenn die Nackenmuskulatur schwächer wird.
  • Denken Sie Platz für Kommunikationshilfen, Armunterstützungen oder Beatmungsgeräte mit.

Arme und Hände unterstützen

Wenn die Armkraft nachlässt, können Armunterstützungen Essen, Trinken und die Arbeit am Computer länger selbstständig möglich machen.

Unterstützung holen

Spezialisierte ALS-Ambulanzen koordinieren die Versorgung und begleiten Betroffene und Angehörige. Informationen bietet auch die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke (DGM). Wie Sie bei einer Ablehnung vorgehen, steht in Abgelehnt, was nun?

Wir beraten Sie kostenlos und unverbindlich zur Versorgung mit unseren Produkten: Elektrorollstühle, Sitz- und Rückensysteme, Steuerungen und Assistenzsysteme.

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Häufige Fragen

Stand: 29. September 2026 · REHAMED Redaktion.

Hinweis

Dieser Beitrag informiert allgemein. Medizinische Beratung und Rechtsberatung können wir nicht geben. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit hilft Ihre Arztpraxis, bei Rechtsfragen eine Anwaltskanzlei oder ein Sozialverband.

Wir beraten kostenlos zur Versorgung mit unseren Produkten, nicht zu den Themen der Beiträge.