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Ratgeber

Dynamische Armunterstützung: wie sie das Gewicht des Arms trägt

Wenn der Arm zu schwer wird, um ihn anzuheben, trägt eine dynamische Armunterstützung sein Gewicht. Dann reicht die eigene Kraft wieder für gezielte Bewegungen, beim Essen, Schreiben oder am Computer.

Stand: 29. September 2026

Illustration: Armunterstützung mit Unterarmschale, Feder und Pfeil nach oben
Das Wichtigste in Kürze
  • Die Armunterstützung gleicht das Gewicht des Arms aus.
  • Die eigene Restkraft reicht dann wieder für gezielte Bewegungen.
  • Beim iFLOAT regelt eine elektronische Feder die Stärke stufenlos.
  • Montiert wird am Tisch, auf einem Stativ oder am Rollstuhl.

Bei manchen neuromuskulären und neurologischen Erkrankungen kann die Hand noch greifen, der Arm ist aber zu schwer, um ihn gegen die Schwerkraft zu heben. Hier setzt eine dynamische Armunterstützung an.

Das Prinzip

Der Unterarm liegt in einer Schale. Ein Mechanismus gleicht das Gewicht des Arms aus. Die verbliebene eigene Kraft reicht dann wieder für gezielte Bewegungen, zum Mund, zur Tastatur oder zum Gesicht.

Elektronisch geregelt: der iFLOAT

Beim iFLOAT Powered Assist Dynamic regelt eine elektronische Feder die Unterstützung. Sie lässt sich stufenlos einstellen, sodass Sie selbst bestimmen, wie viel Hilfe Sie brauchen. In der Halteposition, die der Hersteller „In-Flow“ nennt, genügt wenig Kraft für große Bewegungen. Nach Herstellerangaben ist die Bewegung dreidimensional und folgt dem natürlichen Bewegungsablauf. Der iFLOAT hat die Hilfsmittelnummer 02.10.01.0002.

Wo er montiert wird

Die Armunterstützung kann am Tisch, auf einem Stativ oder am Rollstuhl montiert werden. Den Strom liefert das Netz, ein externes Akkupack oder der Akku des Elektrorollstuhls.

Was sie kann und was nicht

Eine Armunterstützung stabilisiert das Bewegungsmuster. Feinmotorische Aufgaben werden erleichtert, aber nicht mechanisch ersetzt. Die Hand muss also noch greifen können. Fehlt die Greiffunktion ganz, kommt ein Roboterarm in Frage.

Für wen?

Der Hersteller nennt Erkrankungen des peripheren oder zentralen Nervensystems, des Gehirns und des Rückenmarks sowie neurologisch bedingte Muskelerkrankungen. Ob die Restkraft ausreicht, zeigt die Erprobung.

Häufige Fragen

Stand: 29. September 2026 · REHAMED Redaktion.

Hinweis

Dieser Beitrag informiert allgemein. Medizinische Beratung und Rechtsberatung können wir nicht geben. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit hilft Ihre Arztpraxis, bei Rechtsfragen eine Anwaltskanzlei oder ein Sozialverband.

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