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Ratgeber

Kita und Schule mit Rollstuhl: Teilhabe organisieren

Barrierefreie Räume, Schulweg, Schulbegleitung, Hilfsmittel im Unterricht: Damit Kinder im Rollstuhl dabei sein können, braucht es Vorbereitung. Was Eltern klären sollten und wer hilft.

Stand: 29. September 2026

Illustration: Schulrucksack, Stift und Schulgebäude
Das Wichtigste in Kürze
  • Frühzeitig mit Kita oder Schule über Zugänge, Räume und Abläufe sprechen.
  • Schulbegleitung ist eine Leistung der Eingliederungs- oder Jugendhilfe.
  • Den Schulweg organisiert je nach Bundesland der Schul- oder Kreisträger.
  • Für Hilfsmittel in der Schule können verschiedene Stellen zuständig sein.

Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung und Teilhabe. Für Kinder im Rollstuhl müssen dafür Zugang, Räume, Schulweg und Begleitung vorher geklärt werden. Beginnen Sie damit, sobald feststeht, welche Kita oder Schule es wird.

Räume und Abläufe

  • Gibt es einen stufenlosen Zugang, einen Aufzug und ausreichend breite Türen?
  • Wo wird der Rollstuhl geladen, wo steht er während des Unterrichts?
  • Gibt es ein barrierefreies WC und Platz für Pflege?
  • Wie laufen Pausen, Sportunterricht und Ausflüge?

Schulbegleitung

Manche Kinder brauchen in Kita oder Schule eine Begleitperson, etwa für Pflege, Mobilität oder Struktur. Diese Schul- oder Integrationsbegleitung ist eine Leistung der Eingliederungshilfe, bei seelischen Behinderungen der Jugendhilfe. Mehr in Was ist Schulbegleitung?

Der Schulweg

Die Schülerbeförderung regeln die Länder, organisiert wird sie vom Schul- oder Kreisträger. Ob und wie Ihr Kind befördert wird, klären Sie bei Ihrer Kommune. Klären Sie frühzeitig, ob der Fahrdienst den Elektrorollstuhl sicher transportieren kann. Worauf es dabei ankommt, steht in Im Auto im Rollstuhl sitzen.

Hilfsmittel in der Schule

Wer für ein Hilfsmittel zuständig ist, hängt davon ab, wofür es gebraucht wird. Für die allgemeine Mobilität ist die Krankenkasse zuständig, für Hilfsmittel, die nur dem Schulbesuch dienen, die Eingliederungshilfe (§ 112 SGB IX) oder der Schulträger. Einen Überblick gibt Wer zahlt was?

Wer hilft?

Beratung bieten Sozialpädiatrische Zentren, die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) und Elternverbände. Elternverbände vermitteln auch den Kontakt zu anderen Familien.

Häufige Fragen

Stand: 29. September 2026 · REHAMED Redaktion.

Hinweis

Dieser Beitrag informiert allgemein. Medizinische Beratung und Rechtsberatung können wir nicht geben. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit hilft Ihre Arztpraxis, bei Rechtsfragen eine Anwaltskanzlei oder ein Sozialverband.

Wir beraten kostenlos zur Versorgung mit unseren Produkten, nicht zu den Themen der Beiträge.