Was ist eine Sitzschale?
Eine Sitzschale ist eine nach Körperform gefertigte Sitzeinheit. Sie kommt zum Einsatz, wenn Standardsitze und modulare Systeme ausgeprägte Fehlstellungen nicht mehr aufnehmen können.
Ein angepasster Seriensitz mit passendem Kissen und Rückensystem gibt Halt, solange der Körper weitgehend symmetrisch ist. Bei starken Asymmetrien, etwa einer ausgeprägten Skoliose, einem schiefen Becken oder festen Kontrakturen, reicht das nicht. Dann wird eine Sitzschale nach Maß gefertigt.
Wie sie entsteht
Die Körperform wird abgenommen, je nach Verfahren mit einem Vakuumkissen, einem Gipsabdruck oder einem 3D-Scan. Daraus entsteht eine Schale, die den Körper vollflächig stützt. Sie wird auf ein passendes Untergestell montiert, zum Beispiel auf einen Elektrorollstuhl.
Vor- und Nachteile
Eine Sitzschale stützt den Körper vollflächig und verteilt den Druck auf eine große Fläche. Dafür lässt sie sich nur begrenzt verstellen. Wächst ein Kind oder verändert sich die Haltung, muss sie angepasst oder neu gefertigt werden. Modulare Rückensysteme und Sitzsysteme sind die flexiblere Lösung, solange sie die Haltung ausreichend unterstützen.
Stand: 29. September 2026 · REHAMED Redaktion.
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