Das richtige Sitzkissen: Schaum, Luft, Gel und Kontur im Vergleich
Mit dem Sitzkissen sind Sie den ganzen Tag in Kontakt. Es verteilt Druck, gibt dem Becken Halt und schützt die Haut vor Druckstellen. Die Kissenarten im Überblick.
- Sitzkissen verteilen Druck und geben dem Becken eine stabile Basis.
- Schaum, Luftkammern und Gel unterscheiden sich in Stabilität, Druckverteilung und Pflegeaufwand.
- Konturierte und modulare Kissen positionieren zusätzlich.
- Das passende Kissen richtet sich nach Hautrisiko, Haltung und Alltag.
Im Sitzen trägt das Sitzkissen den größten Teil des Körpergewichts, bei Elektro- und Greifreifenrollstühlen gleichermaßen. Es soll zwei Dinge zugleich leisten: den Druck auf eine möglichst große Fläche verteilen und dem Becken eine stabile Basis geben.
Schaumstoff
Schaumkissen sind leicht und brauchen keine Wartung. Mehrschichtige Kissen kombinieren eine feste Basis mit druckreduzierendem Memoryschaum an der Oberfläche. Memoryschaum passt sich langsam an die Körperform an und verteilt so den Druck. Konturierte Schaumkissen formen Mulden für Gesäß und Oberschenkel und geben dem Becken Halt.
Luftkammern
Kissen aus verbundenen Luftzellen passen sich der Körperform an und verteilen den Druck gleichmäßig über die Sitzfläche. Eingesetzt werden sie bei hohem Dekubitusrisiko. Dafür brauchen sie Pflege: Der Füllstand muss regelmäßig nach Herstellerangabe geprüft werden, und die Sitzposition ist weniger stabil als auf Schaum.
Gel und Kombinationen
Gel- oder Fluidelemente liegen in einer Schaumbasis, und zwar dort, wo der Druck am höchsten ist, etwa unter den Sitzbeinhöckern. So entsteht ein Kissen, das stabil sitzt und trotzdem gezielt entlastet.
Modulare Sitzsysteme
Wer mehr Halt braucht, bekommt ihn mit modularen Kissen, die sich mit Einlagen und Keilen an den Körper anpassen lassen. Das Peezy Sitzsystem zum Beispiel ist ein modulares Kissen aus PU-Material mit druckreduzierenden Memoryschaumeinlagen und körperformangepassten Einsätzen, etwa für eine Abduktionsstellung oder unterschiedlich lange Beine. Es ist in zehn Größen erhältlich und hat einen atmungsaktiven Bezug mit Inkontinenzschutz. Das Peezy Light ist für weniger komplexe Anforderungen gedacht.
So finden Sie das passende Kissen
- Hautrisiko: Hatten Sie schon Druckstellen, oder spüren Sie Druck schlecht?
- Haltung: Rutschen Sie nach vorn, kippt das Becken zur Seite?
- Alltag: Wechseln Sie mehrmals am Tag den Sitz, etwa ins Auto oder aufs Sofa?
- Pflege: Wer kümmert sich um Reinigung und Kontrolle?
Die Wahl gehört in eine fachliche Sitzanpassung. Wie Sie Druckstellen vorbeugen, steht in Druckstellen vorbeugen.
Häufige Fragen
Stand: 29. September 2026 · REHAMED Redaktion.
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Dieser Beitrag informiert allgemein. Medizinische Beratung und Rechtsberatung können wir nicht geben. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit hilft Ihre Arztpraxis, bei Rechtsfragen eine Anwaltskanzlei oder ein Sozialverband.
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