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Ratgeber

Akku und Reichweite: So kommen Sie weiter und reisen sicher

Wie weit ein Elektrorollstuhl kommt, hängt nicht nur vom Akku ab. Was die Reichweite beeinflusst, wie Sie richtig laden und was beim Fliegen mit Lithium-Akkus gilt.

Stand: 29. September 2026

Illustration: Akku mit Ladeanzeige und Straße zum Ziel
Das Wichtigste in Kürze
  • Die Reichweite im Datenblatt wird unter Normbedingungen ermittelt.
  • Kälte, Steigungen, Gewicht und zu wenig Reifendruck kosten Reichweite.
  • Laden nach Herstellerangaben, mit dem zugehörigen Ladegerät.
  • Flugreisen: Rollstuhl und Akku früh bei der Airline anmelden.

Die Reichweite im Datenblatt ist ein Richtwert. Sie wird nach der Norm ISO 7176-4 auf einer festgelegten Prüfstrecke ermittelt. Im Alltag weichen Temperatur, Strecke und Zuladung davon ab. Die folgenden Faktoren verringern die Reichweite.

Was die Reichweite beeinflusst

  • Bei Kälte liefert ein Akku vorübergehend weniger Energie. Die Bedienungsanleitung des RP1 PRO nennt bei Frost etwa 75 Prozent der Kapazität, unter minus 5 Grad etwa 50 Prozent.
  • Steigungen, Kopfsteinpflaster, Wiese und häufiges Anfahren kosten mehr Energie als eine glatte, ebene Strecke.
  • Zusätzliches Gepäck oder Zubehör erhöht den Verbrauch.
  • Zu wenig Luft in den Reifen erhöht den Rollwiderstand.
  • Auch Sitzlift und andere Sitzverstellfunktionen brauchen Strom.

Richtig laden

Laden Sie immer mit dem Ladegerät, das zum Rollstuhl gehört, und nach den Angaben der Bedienungsanleitung. Beim RP1 PRO sieht die Bedienungsanleitung das Laden jede Nacht vor. Blei-Gel- und AGM-Akkus vertragen tiefe Entladungen schlecht, laden Sie sie nach jedem Fahrtag nach. Bei Lithium-Akkus übernimmt die Elektronik einen Teil des Schutzes. Dauerhaft leer stehen sollten aber auch sie nicht.

Richtig lagern

Steht der Rollstuhl länger, lagern Sie ihn trocken und frostfrei und laden Sie den Akku in regelmäßigen Abständen nach. Ein Akku, der monatelang leer steht, kann dauerhaft Kapazität verlieren.

Fliegen mit dem Elektrorollstuhl

Für Lithium-Ionen-Akkus in Mobilitätshilfen gelten die Gefahrgutregeln des Luftverkehrs. Nach der IATA-Leitlinie 2026 darf ein fest eingebauter, geschützter Akku im Rollstuhl bleiben. Eine feste Wattstunden-Grenze gibt es dafür nicht, bei mehr als 300 Wh kann die Airline aber zusätzliche Maßnahmen verlangen. Muss der Akku ausgebaut werden, reist er in der Kabine, höchstens 300 Wh. Ersatzakkus sind insgesamt bis 300 Wh erlaubt, ebenfalls nur in der Kabine. Melden Sie Rollstuhl und Akku früh bei der Fluggesellschaft an, nach EU-Recht mindestens 48 Stunden vor Abflug, und halten Sie die Angaben aus dem Datenblatt bereit. Mehr in Fliegen mit dem Elektrorollstuhl.

Durch den Winter

Im Winter laden und parken Sie den Rollstuhl in beheizten Räumen und planen längere Strecken mit Reserve. Nässe und Streusalz entfernen Sie nach der Fahrt mit einem feuchten Tuch.

Häufige Fragen

Stand: 29. September 2026 · REHAMED Redaktion.

Hinweis

Dieser Beitrag informiert allgemein. Medizinische Beratung und Rechtsberatung können wir nicht geben. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit hilft Ihre Arztpraxis, bei Rechtsfragen eine Anwaltskanzlei oder ein Sozialverband.

Wir beraten kostenlos zur Versorgung mit unseren Produkten, nicht zu den Themen der Beiträge.