Multiple Sklerose: mobil bleiben, wenn die Kräfte schwanken
Bei MS verändern Fatigue, Hitze oder ein Schub, was an einem Tag möglich ist. Wie ein Rollstuhl hilft, Kräfte einzuteilen, und worauf es bei der Versorgung ankommt.
- In Deutschland leben nach Angaben der DMSG mehr als 280.000 Menschen mit MS.
- Der Rollstuhl lässt sich auf längere Strecken beschränken, kurze Wege bleiben zu Fuß.
- Fatigue und Wärmeempfindlichkeit beeinflussen die Planung.
- Die Versorgung sollte regelmäßig an den Verlauf angepasst werden.
Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, also von Gehirn und Rückenmark. Nach Angaben der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft leben in Deutschland mehr als 280.000 Menschen mit MS. Der Verlauf ist von Mensch zu Mensch verschieden. Manche haben kaum Einschränkungen, andere sind auf Hilfsmittel angewiesen.
Wenn die Kräfte schwanken
Fatigue, eine ausgeprägte Erschöpfung, die sich nicht durch Schlaf beheben lässt, gehört zu den häufigsten Symptomen der MS. Hinzu kommt bei manchen eine Wärmeempfindlichkeit, das sogenannte Uhthoff-Phänomen: Bei Hitze oder nach Anstrengung verstärken sich Symptome vorübergehend. Was morgens geht, geht nachmittags vielleicht nicht mehr.
Rollstuhl als Kraftsparer
Ein Rollstuhl bedeutet nicht, das Gehen aufzugeben. Er lässt sich gezielt für längere Strecken einsetzen, um Kraft für das zu sparen, was Ihnen wichtig ist. Kurze Wege in der Wohnung gehen Sie weiter selbst. Je nach Situation kommen ein Aktivrollstuhl, ein Zusatzantrieb oder ein Elektrorollstuhl in Frage.
Worauf es bei der Versorgung ankommt
- Wer mehrmals am Tag zwischen Gehen und Sitzen wechselt, braucht einen Rollstuhl, aus dem der Transfer ohne Hilfe gelingt. Am Elektrorollstuhl unterstützt dabei eine Aufstehhilfe.
- Bei Spastik oder Rumpfschwäche geben Rückensysteme und Pelotten Halt.
- Bei Zittern oder schwacher Hand helfen angepasste Einstellungen und Sonderjoysticks.
- Verändert sich der Bedarf, sollte die Versorgung angepasst werden. Planen Sie regelmäßige Kontrollen ein.
Hilfe und Beratung
Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) berät Betroffene und Angehörige, auch zu Hilfsmitteln und Anträgen. Ihre Neurologin oder Ihr Neurologe und spezialisierte MS-Zentren begleiten die Behandlung.
Wir beraten Sie kostenlos und unverbindlich zur Versorgung mit unseren Produkten: Elektrorollstühle, Sitz- und Rückensysteme, Steuerungen und Assistenzsysteme.
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Stand: 29. September 2026 · REHAMED Redaktion.
Hinweis
Dieser Beitrag informiert allgemein. Medizinische Beratung und Rechtsberatung können wir nicht geben. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit hilft Ihre Arztpraxis, bei Rechtsfragen eine Anwaltskanzlei oder ein Sozialverband.
Wir beraten kostenlos zur Versorgung mit unseren Produkten, nicht zu den Themen der Beiträge.